
Update:
30.09.2009
Wörtlich übersetzt aus dem Lateinischen bedeutet Demenz „Der Geist ist weg“.
Unter Demenz versteht man das fortschreitende Nachlassen der geistigen Fähigkeiten, d.h. des Erinnerungs- und des Denkvermögens. Hinzu kommt eine zunehmende Nichtbewältigung des Alltags. Diese Störung muss seit mindestens sechs Monaten bestehen.
Das Gehirn als zentrales Steuerorgan unseres Körpers verarbeitet alle auf uns einwirkenden Informationen und speichert diese in unserem Gedächtnis. Es gibt viele Ursachen, die zu einer Störung der Hirnleistungsprozesse führen können:
Die erstgenannte Ursache führt zur häufigsten Demenzform, der Alzheimer Erkrankung (65%); diese entwickelt sich über Jahrzehnte. Die vaskuläre (durchblutungsbedingte) Demenz (15%) kann sich in kürzerer Zeit ausbilden. Hier ist besonders die Behandlung der Grunderkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Diabetes, Störungen des Fettstoffwechsels) wichtig.
Nicht alle Demenzsymptome sind dauerhaft. Mit „Pseudodemenz“ bezeichnet man behebbare Störungen, z. B. auf Grund eines Vitaminmangels oder kurzfristige Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit, wie bei Vergiftungen (Alkohol), unerwünschten Arzneimittelwirkungen oder nach Unfällen (z. B. Gehirnerschütterung). Diese dürfen nicht als Demenz fehl gedeutet werden.
Eine differenzierte Diagnostik ist erforderlich.